Das Handlungsfeld Wirtschaft hat einen hohen Stellenwert innerhalb der Umsetzungsstrategie. Von Anfang an ging es auch darum, Einkom-mensmöglichkeiten und Arbeitsplätze in der Region zu erhalten und neu zu schaffen. Dabei ist allen bewusst, dass die Kommunen nur Rahmenbedingungen für die Ansiedlung von Wirtschaftsbetrieben setzen können. Ein wesentlicher Punkt dabei ist die Standortpolitik. Eine schlagkräftige interkommunale Angebots- und Werbestrategie kann hier der Schlüssel zum Erfolg sein. Ein wichtiger Aspekt ist diesbezüglich die Lage an der Autobahn A9. Kooperation ist auch zwischen den Gemeindeverwaltungen angesagt. Hier können Einsparungen erzielt werden sowie Dienstleistungen gebündelt und effektiver gestaltet werden. In Bezug auf Standort- und Lebensqualität ist ein intaktes Versorgungsangebot in den einzelnen Orten sehr wichtig. |
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Entwicklungsziele
- Im Sinne einer interkommunalen Kooperation arbeiten wir verstärkt zusammen, um die Wettbewerbsfähigkeit unserer Region durch ein gemeinsames Standortmarketing oder durch die Nutzung gemeinsamer Gewerbegebiete zu stärken.
- Wir unterstützen die Bildung von Unternehmensnetzwerken.
- Besondere Aufmerksamkeit richten wir in Zukunft auf die kommunale Zusammenarbeit, um die vorhandenen Strukturen der Gemeindeverwaltungen effizienter zu nutzen.
- Wir fördern in unserer Region verstärkt Betriebe, die aktiv zum Klimaschutz beitragen. Dabei legen wir ein besonderes Augenmerk auf die Ansiedlung von Betrieben, die für die Verbreitung von regenerativen Energien technisches Know-how einbringen.
- Wir unterstützen Initiativen zur Verbesserung der Nahversorgung.
- Wir fördern aktiv Maßnahmen im Bereich der Qualifizierung im Sinne einer „lernenden Region". Dabei legen wir besonderen Wert auf eine Zusammenarbeit von Wirtschaftsunternehmen und Schulen sowie auf eine Qualifizierungsoffensive in der beruflichen Weiterbildung.
Stärken und Schwächen
| Stärken/Chancen |
Schwächen/Probleme |
- Positive Bevölkerungsentwicklung in einzelnen Gemeinden, v. a. im Umkreis der umliegenden Städte
- Preisgünstige und attraktive Wohn- und Gewerbeflächen
- Einzelne Gemeinden mit positiver Beschäftigungsentwicklung
- Positive Entwicklungen im Handels- und Dienstleistungssektor
- Gute Verkehrsanbindung in autobahnnahen Gemeinden
- Gute ÖPNV-Anbindung der Hauptorte (durch OVF und VGN)
- Nähe zum Flughafen Nürnberg
- In den meisten Gemeinden keine Probleme bei Abwasserentsorgung durch zentrale Anbindung der Ortsteile
- Teilweise Nutzung alternativer Energiequellen
- Mittelständisch geprägte Wirtschaftsstruktur
- Einige leistungsfähige, innovative Betriebe in verschiedenen Gemeinden
- Kompetenzen in der Stahl-, Maschinenbau- und Textilindustrie
- Flexibilität im Bezug auf Ansiedlungswünsche von Unternehmen
- Autobahnnähe als positiver Standortfaktor in den östlichen Gemeinden
- Relativ gute Ausstattung mit Dienstleistungsbetrieben in den größten Gemeinden
- Größere Einzelhandelsansiedlungen in einzelnen Gemeinden (z. B. Gräfenberg, Pegnitz) sichern die Versorgung der Bevölkerung
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- Negative Bevölkerungsentwicklung hauptsächlich in den peripheren Bereichen
- Alterungstendenzen v.a. in den Ortsteilen
- Abwanderung der jungen Bevölkerung
- Relativ geringes Arbeitsplatzangebot in den meisten Gemeinden (Ausnahme Pegnitz)
- Teils hohe Arbeitsplatzverluste im produzierenden Gewerbe
- Mangelnde Kooperationsbereitschaft
- Mangelnde Innovationsbereitschaft in einigen Betrieben
- Sinkende Beschäftigungszahlen in der Landwirtschaft
- Fehlen qualifizierter Arbeitskräfte
- Hoher Auspendleranteil
- Infrastrukturelle Versorgung nimmt in den Gemeinden ab
- Schlechte verkehrliche Erreichbarkeit der peripheren Gebiete
- Fehlende Energiekonzepte in verschiedenen Gemeinden
- Alterspezifische Infrastruktur zum Teil (angesichts der zu erwartenden Bevölkerungsentwicklung) unzureichend ausgebaut
- Bildungsinfrastruktur und soziale Infrastruktur häufig nur noch schwer tragbar
- Betriebsschließungen in einigen Gemeinden
- Teilweise Abwanderung von Betrieben
- Schwierige Ansiedlung von Gewerbebetrieben
- Geringe Anzahl leistungsfähiger Gewerbebetriebe
- Teilweise unvollständige Nahversorgung
- Nicht integrierter Einzelhandel schwächt den kleinteiligen Einzelhandelsbesatz in den Ortsteilen zusätzlich
- In den kleineren Gemeinden sind nur wenige Dienstleistungsbetriebe ansässig
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Handlungsschwerpunkte
| Interkommunale Standortpolitik |
Versorgungstrukut stärken |
Öffentliche Wirtschaft/ Verwaltung |
- Interkommunale Gewerbe-gebietsentwicklung
- Regionales Standortmarketing
- Serviceleistungen für ansässige Unternehmen
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- ÖPNV-Verbindungen verbessern
- Belebung der Innenstädte/-orte
- Verbesserung der Versorgung der Bevölkerung
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- interkommunale Zusammenarbeit in verschiedenen Bereichen verstärken, z. B. Standesämter
- Gemeinsames Lernen in öffentlich-privaten Partnerschaften
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Projekte
Kategorie A: Umsetzung durch Zusammenschluss Wirtschaftsband A9 Fränkische Schweiz |
- Zusammenarbeit Schule und Wirtschaft (auch Kategorie C)
- Integration junger Mütter in Betrieben (auch Kategorie C)
- Berufliche Weiterbildung (auch Kategorie C)
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Kategorie B: Umsetzung durch Kooperation mehrerer Gemeinden |
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Kategorie C: Umsetzung durch einzelne Gemeinde oder sonstigen Träger |
- Zusammenarbeit Schule und Wirtschaft (auch Kategorie A)
- Integration junger Mütter in Betrieben (auch Kategorie A)
- Berufliche Weiterbildung (auch Kategorie A)
- Versorgung mit DSL
- Wirtschafts- und Juniorenakademie
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Weitere ProjekteNeben den Haupt-Projekten, die in Einzelprojektbeschreibungen detailliert dargestellt sind, wurden im Laufe des ILE-Prozesses noch weitere Ideen vorgeschlagen:
- Einrichtung eines Runden Tisches der Gewerbetreibenden zur gemeinsamen Bearbeitung von Ausschreibungen oder Festlegung gemeinsamer Strategien
- Aktivierungskampagne für Zusammenarbeit und Kooperation der Betriebe in der Region
- Ausbau des ÖPNV
- Informationsveranstaltungen zur Wirtschaftsförderung in Zusammenarbeit mit der IHK oder Wirtschaftsverbänden
- Gewerbeschauen im Verbund
- DSL-Anbindung durch kooperative Lösungen
- Dienstleistungsbörse
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