
Im Schülerpatenprojekt betreuen ehrenamtliche Paten Schülerinnen und Schüler der achten und neunten Klassen der Christian-Sammet-Schule Pegnitz (Hauptschule), die eine derartige Unterstützung von Seiten ihres Elternhauses aus unterschiedlichen Gründen nicht erhalten, bei der beruflichen Orientierung und der Suche nach einem Ausbildungsplatz. Die Paten sind dabei unter dem Motto „Hilfe zur Selbsthilfe" individueller Begleiter, Ansprechpartner und Vertrauensperson. Die Betreuung der Patenschüler findet in enger Kooperation zwischen der Schule, den Paten und den Schülerinnen und Schülern sowie deren Eltern statt.
Das Projekt wurde auf Initiative von Franz Eller, Ausbildungsleiter der KSB AG, und Rektor Helmut Graf mit ehemaligen Führungskräften der KSB AG im Schuljahr 2007/08 erstmalig durchgeführt. Der große Erfolg - zehn der 13 betreuten Schüler/innen konnten damals in ein Ausbildungsverhältnis vermittelt werden - motivierte dazu, dieses Projekt weiterzuführen. Durch die Gewinnung weiterer Paten und Modifikationen im zugrundeliegenden Konzept konnten im Schuljahr 2008/09 bis zu 25 Schüler/innen der achten und neunten Klassen durch 13 Paten unterstützt werden. Im Schuljahr 2009/10 wird die Betreuung in den neunten Klassen weitergeführt; ab dem Halbjahr sollen wieder Achtklässler in das Projekt aufgenommen werden.

Begleitet wird die Patenarbeit durch regelmäßige Treffen, bei denen die Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch besteht und die Paten über für die Berufswahl relevante Termine und Themen informiert werden.
Auch der Bayerische Rundfunk ist auf unser Projekt aufmerksam geworden: Im Rahmen der ARD-Themenwoche „Ist doch Ehrensache! Wie Menschen sich für die Gesellschaft engagieren" wurden für das Radio Feature am 9. Mai 2009 auf Bayern 2 zum Thema „Mein Pate und ich. Über eine vielversprechende Beziehung" auch einige unserer Paten interviewt!
Falls auch Sie Interesse an einem ehrenamtlichen Engagement als Schülerpate haben, setzen Sie sich mit uns in Verbindung! Wir informieren Sie gerne auch in einem persönlichen Gespräch.
Prämiertes Projekt
Darüber hinaus ist das Schülerpatenprojekt erster Preisträger des Wettbewerbs SCHULEWIRTSCHAFT Aktiv 2009! Die Jury war überzeugt von der Kreativität und Qualität des Projekts.
Mehr über den Wettbewerb
Schülerpatenprojekt ausgezeichnet

Der erste Preis des Wettbewerbs SCHULEWIRTSCHAFT Aktiv in Höhe von 1500 Euro wurde am Wochenende dem Pegnitzer Schülerpatenprojekt verliehen. Eine hochkarätige Jury mit Vertretern des Kultusministeriums, des Instituts der deutschen Wirtschaft, des Sparkassenverbands, der Arbeitsagentur, der Bundesarbeitsgemeinschaft SCHULEWIRTSCHAFT und anderen war überzeugt von der Kreativität und Qualität des Pegnitzer Wettbewerbsbeitrags.
„Gemeinsam gestalten wir die individuelle Zukunft der Patenschüler, aber auch die wirtschaftliche und gesellschaftliche Zukunft am Standort Pegnitz." Unter diesem Motto hat der Arbeitskreis SCHULEWIRTSCHAFT Pegnitz im Sommer das Schülerpatenprojekt an der Christian-Sammet-Schule zum Wettbewerb SCHULEWIRTSCHAFT Aktiv 2009 eingereicht. In diesem Projekt unterstützen ehemalige Führungskräfte Hauptschüler beim Übergang in das Berufsleben bzw. bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz. SCHULEWIRTSCHAFT Aktiv ist ein Wettbewerb für Projekte und Aktionen, die Kooperationen zwischen Schulen und Unternehmen unterstützen und dazu beitragen, dass junge Menschen auf die Arbeitswelt vorbereitet werden. Er soll Anreize für eine intensive Auseinandersetzung mit der Vision SCHULEWIRTSCHAFT schaffen und hebt Best-Practice-Beispiele aus der Arbeit vor Ort hervor.
Erster Preis nach Pegnitz
In diesem Wettbewerb erreichte das Pegnitzer Schülerpatenprojekt den mit 1500 Euro dotierten ersten Preis. Die Preisverleihung war einer der Höhepunkte der Jahrestagung des Netzwerks SCHULEWIRTSCHAFT Bayern in Dinkelsbühl. Zwei Tage lang beschäftigten sich die Teilnehmer hier in Diskussionsrunden, Vorträgen und im persönlichen Austausch mit dem Thema „Verantwortung in Schule und Wirtschaft leben und fördern". Auf dem „Markt der Ideen" wurden zahlreiche Projekte und Wettbewerbsbeiträge präsentiert, darunter auch das Pegnitzer Patenprojekt. Der Preis wurde dem Team aus Pegnitz von Dr. Ludwig Spaenle, bayerischer Staatsminister für Unterricht und Kultus, verliehen. In seiner Laudatio hob Spaenle die Besonderheiten des Pegnitzer Patenprojekts hervor: Hier engagieren sich ehemalige Führungskräfte, die auf ein aktives Netzwerk zurückgreifen können. Auch die konsequente Weiterentwicklung und Evaluation des Projekts ist ein besonderer Erfolgsfaktor.
Aus Pegnitz nahmen an der Tagung teil: Helmut Graf, Rektor der Christian-Sammet-Schule, Franz Eller, Ausbildungsleiter Deutschland der KSB AG, Albrecht Heimberg, Christian-Sammet-Schule, Peter Liewald, IHK Bayreuth sowie Corinna Förster, Projektmanagerin der Wirtschafts- und Juniorenakademie Pegnitz.

Insgesamt waren 14 Projekte für den Wettbewerb eingereicht worden. Oberfranken war dabei übrigens stark vertreten: Der 3. Preis ging an das Kulmbacher Projekt „Mach 3 KU".
Hintergrund: Die lokalen Arbeitskreise SCHULEWIRTSCHAFT sind ein Netzwerk ehrenamtlicher Vertreter aus Schulen und Unternehmen. Ziel ist die Förderung des Dialogs zwischen Schule und Unternehmen und die Erarbeitung von Lösungen zu aktuellen Herausforderungen. In Bayern bestehen derzeit rund 100 Arbeitskreise. Vorsitzende des Pegnitzer Arbeitskreises sind Helmut Graf für die Schulen und Franz Eller für die Wirtschaft.
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