Optimierung des Radwegenetzes
Hintergrund
Das ILE-Gebiet ist für naturnahe Aktivitäten wie Radfahren gut geeignet. Seine Lage in der Metropolregion Nürnberg zwischen Nürnberg und Bayreuth macht es besonders interessant für den Tagesausflugsverkehr. Auch die gute verkehrliche Erschließung über das Straßennetz und v.a. durch Bundesbahn, Gräfenberg-Bahn und den VGN birgt Potentiale für eine Generierung von weiteren Wertschöpfungspotentialen im touristischen Bereich.
Eine zielgruppenorientierte Darstellung bestehender Radangebote und eine konzeptionelle Vernetzung der Angebote fehlen bisher.
Innerhalb des Integriertes Ländlichen Entwicklungskonzepts (ILEK) wird im Handlungsfeld Tourismus und Naherholung als ein wesentliches Entwicklungsziel formuliert:
„Die Verbesserung der Radwege (Lückenschlüsse und überregionale Vernetzung) und die Profilierung der Wege durch Themen setzen wir konsequent fort."
Als Handlungsschwerpunkt soll das radtouristische Angebot in Zusammenhang mit dem ÖPNV und dem VGN erweitert werden und eine thematische Profilierung erhalten.
Handlungsbedarf besteht dabei v.a. in der Vernetzung der überregionalen, regionalen und der interkommunalen Radwege untereinander und mit den Angeboten des ÖPNV und des VGN.
Ziele
Im Einzelnen sind folgende Zielsetzungen relevant:
- Vernetzung zu den Verdichtungsräumen stärken, indem die übergeordneten Radwege als touristische Entwicklungsachsen etabliert werden.
- Nutzung von Synergieeffekten durch die Zusammenarbeit mit benachbarten Regionen.
- Schaffung eines attraktiven, erlebnisorientierten radtouristischen Angebotes.
- Erlebnisorientierte und lebendige Vermittlung der Inhalte an einen breiten Besucherkreis bzw. an spezielle Zielgruppen.
- Erhöhung der Wertschöpfung im Bereich Tourismus, Regionalvermarktung und im Bereich Gastronomie.
- Steigerung der Lebensqualität der einheimischen Bevölkerung.

Arbeitsschwerpunkt dabei ist die Vernetzung der Radwege. Die Vernetzung soll auf verschiedenen Ebenen stattfinden:
- einerseits auf der infrastrukturellen Ebene (A), der Vernetzung der lokalen Radwege mit den überregionalen Routen und den Kommunen untereinander
und
- andererseits auf der thematisch-inhaltlichen Ebene (B), sodass die Handlungsfelder Regionalvermarktung, nachhaltige Energieerzeugung, kulturelle Vielfalt und Kulturlandschaft integriert werden.
Vorgehensweise
Ausgehend von den VGN-Bahnhöfen und der Gräfenberg-Bahn soll auf der Grundlage des bestehenden Radwegenetz in Kooperation mit der Regierung von Oberfranken, den Straßenbauverwaltungen, den Landratsämtern Bayreuth und Forchheim, dem Naturpark Fränkische Schweiz - Veldensteiner Forst und den beteiligten Kommunen im ILE-Gebiet das Radwegenetz optimiert werden, sodass die Routenführungen
- verkehrssicher sind,
- eine fahrradfreundliche Route aufweist und
- an die touristischen Highlights der Region heranführen.
Dies soll zu einer Verdichtung der Routen führen und in Abstimmung mit den Trägern der anderen Routen eine Priorisierung von Hauptrouten erreichen.
Entwicklungsachsen und Ausgangspunkte
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Übergeordnete Entwicklungsachsen für den Radtourismus
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Wichtige Ausgangspunkte für die Anbindung an den VGN bzw. Bahnhöfe sind:
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Gerade in diesen Tälern müssen die Radwege im Konsensausgleich mit anderen Interessen optimal geführt sein, um so ein Radeln von Tal zu Tal zu ermöglichen.
Die Verbindung der einzelnen Täler über die Hochflächen soll optimal ermöglicht werden. Die Hauptachsen liegen in den Tälern.
Optimierungsbereiche
In Zusammenarbeit mit den Kommunen sind folgende Optimierungsbereiche unterschiedlicher Priorität identifiziert worden:
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Optimierungsbereiche 1. Priorität (Entlang der Hauptachsen in den Tälern) |
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| Optimierungsbereiche 2. Priorität |
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Umsetzungsstand
Folgende Lückenschlüsse in Teilbereichen werden/wurden bereits realisiert bzw. vorbereitet:
Radweg entlang der B2 Creußen - Bayreuth
Streckenabschnitt der St 2163 zwischen Plech - Ottenhof
Radweg entlang der B 470 im Bereich Pottenstein - Behringersmühle
Radweg ST 2191 Obertrubach-Gößweinstein
Radweg FO31 im Bereich Igensdorf

