Regionaler Gewerbeflächenpool im
Wirtschaftsband A9 Fränkische Schweiz
| Die Organisation | Das Konzept |
Die Methoden | Die Vermarktung | Die Partner |
Aufgrund des sich verschärfenden kommunalen und regionalen Wettbewerbs werden die Herausforderungen für die Städte und Gemeinden weiter zunehmen. Die Trends demographischer Wandel, Tertiärisierung, Rückgang der Landwirtschaft und Strukturwandel des produzierenden Gewerbes, Internationalisierung, der Konkurrenzkampf um Fördermittel usw. sind auch im Wirtschaftsband angekommen. Speziell um den Rückgang im sekundären Sektor entgegenzutreten und um neue Arbeitsplätze in der Region zu schaffen, wurde von den ILE-Gemeinden das Teilprojekt "Regionaler Gewerbeflächenpool" ins Leben gerufen.
Durch eine anhaltende Inanspruchnahme von Landschaftsfläche, beispielsweise für Siedlungs-, Gewerbe- und Verkehrszwecke, wird der Flächenverbrauch zunehmend vorangetrieben. Weiter wirken sich veränderte bzw. neue wirtschaftliche Rahmenbedingungen unmittelbar auf den Wettbewerb aus, nicht nur zwischen Unternehmen, sondern auch zwischen Kommunen. Oftmals rückt daher bei vielen Standortentscheidungen die Region als entscheidende Maßstabsebene in den Mittelpunkt. Nicht alle Kommunen können einem zunehmenden Wettbewerbsdruck standhalten und weisen in Folge weitere Gewerbeflächen aus. Generell stellen die Kommunen auf der eigenen Gemarkung gewerbliche Bauflächen bereit, um einerseits die Ansiedlung neuer Unternehmen zu fördern und andererseits ortsansässigen Betriebe mit Erweiterungsvorhaben entsprechende Flächen zur Verfügung stellen zu können.
Aus regionalökonomischer Sicht geht es somit darum, Betriebe am Standort zu halten und neue zu gewinnen. In der Folge kommt es zu einem voranschreitenden Verbrauch von kommunalen Flächenressourcen, die Ausweisung von gewerblichen Bauflächen stößt häufig an quantitative und qualitative Grenzen. Die drohende Gefahr einer "Zersiedelung der Landschaft" führt daher zur Forderung, die Flächeninanspruchnahme nachhaltig zu optimieren, um Flächenverbrauch zu reduzieren. Die Schwierigkeit ist, dass schnell die Bereitschaft besteht die letzten Flächenressourcen (u.a. ökologisch sensible und naturschutzfachlich wertvolle Standorte) des eigenen Gemeindegebietes zu erschließen, damit dem Konkurrenzdruck um Wirtschaftsstandorte und Arbeitsplätze Rechnung getragen wird, während beispielsweise Nachbarkommunen Flächen bereit stellen könnten, die hierzu besser geeignet wären. Dies zeigt, dass es notwendig ist, die traditionelle Gewerbeflächenpolitik auf kommunaler Ebene zu hinterfragen, gerade weil der "Landschaftsverbrauch" oftmals im Widerspruch zu dem auf dem Nachhaltigkeitsgedanken basierendem Leitbild der bayerischen Landesentwicklungspolitik steht. Gefordert sind daher neue Handlungsstrategien einer interkommunalen Zusammenarbeit im Gewerbeflächenmanagement, mit dem Fokus auf eine gemeinsame Entwicklung von Standorten für Produktion, Handel und Dienstleistungen. Der Gewerbeflächenpool bietet hierzu einen vielversprechenden Ansatz.
© RRV GmbH 2011

