Warum ist das Projekt wichtig?
Die Konflikte in der Flächennutzung haben sich im Projektgebiet der beteiligten Kommunen in den letzten Jahren deutlich verschärft. Kontrovers diskutiert werden sowohl von den Landnutzern als auch von Verbandsvertretern und Behörden des Naturschutzes und der Landwirtschaft die Fragestellungen, in welchem Umfang zukünftig Nahrungsmittel angebaut oder Energiepflanzen erzeugt werden sollen und welche Flächen als Vorranggebiete für Natur- und Landschaftsschutz einzustufen sind.
Diese Fragen werden im Rahmen des Projektes in Gesprächsrunden mit den Akteuren auf kommunaler Ebene diskutiert. Die Ergebnisse führen dann zu einem „ Leitbild Flächennutzung" mit dem Ziel, den Anbau von Energiepflanzen in ein kommunales Flächenmanagement zu integrieren, das nicht nur vom Gemeinderat sondern auch von den regionalen Akteuren akzeptiert wird.
Die Ergebnisse geben den beteiligten Kommunen Orientierung, in welchem Umfang künftig die jeweilige Flächennutzung im Gemeindegebiet erfolgen soll. Aspekte wie Potenzialeinschätzungen für den mengenbezogenen Anbau von Energiepflanzen und damit auch für den Flächenbedarf, für Marktentwicklungen bei Nahrungsmitteln und Energiepflanzen, Versorgungssicherheit für bestehende Bioenergieanlagen, die Entwicklung historischer Kulturlandschaften sowie der Natur- und Ressourcenschutz werden berücksichtigt und kartografisch in einem Kulissenplan dargestellt. Als fachliche Grundlagen hierfür werden die kommunalen Landschaftspläne sowie das Landschaftsrahmenkonzept der Regierung von Oberfranken herangezogen.
Welche Engpässe sollen mit dem Projekt behoben werden?
- Konflikte zwischen den Landbewirtschaftern bzgl. der Landnutzung (z. B. Maisanbau als Futtergrundlage für die Milchviehhaltung oder Bullenmast versus Maisanbau als „Futtergrundlage" für Biogasanlagen) verhindern einen optimierten Einsatz von Energiepflanzen bei der Bioenergieproduktion.
- Konflikte zwischen den Landbewirtschaftern und Vertretern von Naturschutzbehörden und -verbänden verhindern einen optimierten Einsatz von Energiepflanzen bei der Bioenergieproduktion (z. B. blütenreiches Grünland versus vierschüriges Intensivgrünland).
- Die Akzeptanz der Bevölkerung gegenüber konzentrierten maschinellen Einsätzen bei der Ernte von Energiepflanzen - v. a. beim Transport des Erntegutes - ist gering.
- Infrastruktur (landwirtschaftliche Wege) und Flächengrößen behindern im Projektgebiet einen effizienten Einsatz von Energiepflanzen zur Gewinnung von Bioenergie.
- Die Biodiversität im Projektgebiet wird durch einen unkontrollierten Anbau von Energiepflanzen auf intensiv bewirtschafteten landwirtschaftlichen Flächen beeinträchtigt.
- Die Bewirtschaftung kommunaler Ausgleichsflächen und kommunaler Landschaftspflegeflächen ist derzeit mit hohen Kosten verbunden.
Welche Ziele werden verfolgt?
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Beschreibung des Ziels |
Umsetzung |
Wie soll gemessen werden, inwieweit das Ziel erreicht wurde? |
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Abbau und Entschärfung von Konflikten im Bereich Bioenergie bzgl. der Landnutzung |
2009-2011 |
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Aufbau eines Netzwerkes „Nachhaltige Landnutzung" für einen gesellschaftlich akzeptierten Einsatz von Bioenergie |
2009-2011 |
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Initiierung von kommunalen Leuchtturmprojekten „Innovative Flächennutzung: Bioenergie und Biodiversität" |
2010-2011 |
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Verbesserung der Infrastruktur für den Energiepflanzenanbau als Voraussetzung für eine Erhöhung der regionalen Wertschöpfung durch Bioenergie |
2009-2011 |
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Mit welchen Einzelmaßnahmen sollen die Ziel erreicht werden?
- Potenzialanalyse Bioenergie (Standorte, Kapazitäten und Mengenbedarf für bestehende und zukünftige Bioenergieanlagen)
- Prozessbegleitung Bioenergie und nachhaltige Landnutzung, inklusive Leitbildentwicklung
- Erstellung eines Kulissenplans Bioenergie - Biodiversität - Nachhaltige Landnutzung für die beteiligten Kommunen (insgesamt über ca. 16.000 ha)
- Modellprojekt Biotopverbund und Energiepflanzen
- Modellprojekt Nutzungstausch und Wegenetz
- durch den optimierten Einsatz von Instrumenten der Ländlichen Entwicklung zur Verbesserung der Infrastruktur für den Energiepflanzenanbau.

