Ausgangssituation
Seit Jahren haben zahlreiche Kommunen vielfältigste Initiativen gestartet und Erfahrungen rund um das Thema Bioenergie gesammelt (in der Region z. B. Energiedorf, Biomasse-Netzwerke, Pflanzenöltankstelle). Fast in jeder dieser Kommunen sind Experten zu finden, die spezifische Probleme kreativ und wirtschaftlich vor Ort gelöst haben. Leider bleibt dieses fundierte Spezialwissen viel zu oft ungenutzt, weil weder ein Informationsaustausch stattfindet, noch das Vorhandensein dieses Know-how bei anderen Kommunen bekannt ist.
Der Aufbau eines „kommunalen Informationssystems Bioenergie" soll einen Erfahrungs- und Wissensaustausch unter den Kommunen anregen, fördern und ermöglichen. Dazu gehören die Aktivierung erster Austauschprozesse (z.B. Workshops), die Sammlung und Aufbereitung des Know-how, der Aufbau einer Internetplattform als zentrales Informationssystem (Suchbegriffe-Glossar, Info-Maske) und Kommunikationsmaßnahmen zur Zielgruppenpositionierung. Denkbar ist der Aufbau eines Umsetzungsmanagements für kommunale Bioenergieprojekte. In das Projekt sollen und können nicht nur Kommunen der eigenen Region eingebunden werden, sondern auch Partner aus überregionalen Netzwerken.
Welche Ziele sollen mit dem Projekt erreicht werden?
Im ersten Schritt sollen mit ausgewählten Kommunen der Bioenergieregion die Grundlagen zum Aufbau des Informationssystems gelegt werden. Derzeit liegen hierzu Interessensbekundungen der Stadt Creußen, des Marktes Egloffstein, des Marktes Igensdorf, der Stadt Pegnitz, des Marktes Plech und der Stadt Pottenstein vor. Bereits in dieser Phase sollen aus dem Netzwerk der Wettbewerbsteilnehmer weitere Partner eingebunden werden.
Im zweiten Schritt, bis zum Ende der Förderphase, wird das Informationssystem möglichst vollständig auf die Kommunen der Regionen, die sich am Wettbewerb beteiligt haben ausgeweitet.
Im letzten Schritt nach Ende der Förderphase wird das Informationssystem bundesweit ausgebaut und kontinuierlich gepflegt. Das System sollte dann öffentlich zugänglich sein, d. h. es sollte z. B. an der Fachagentur für Nachwachsende Rohstoffe, dem BMELV oder dem Deutschen Städte- und Gemeindebund angesiedelt werden.
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Beschreibung des Ziels |
Umsetzung |
Wie soll gemessen werden, inwieweit das Ziel erreicht wurde? |
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Startphase: Grundlagensammlung, Konzeption und Anlage der Internetplattform mit ersten Grundinformationen |
- 06/10 |
Die Internetseite liegt im Grundkonzept, mit ersten Modellinformationen vor. |
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Konsolidierungsphase: Erster Übertragungsschritt auf interessierte Kommunen aus dem Pool der Wettbewerbsteilnehmer |
07/10 - 12/11 |
Alle wichtigen kommunalen Projekte und Informationen der Wettbewerbsteilnehmer sind in die Datenbanken eingepflegt. |
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Ausbauphase: Nach Ende des Wettbewerbs soll die Plattform möglichst vollständig ausgebaut und kontinuierlich weitergepflegt werden |
Ab 01/12 |
Das Informationssystem enthält alle wichtigen Projekte und Informationen |
Mit welchen Einzelmaßnahmen soll das Ziel erreicht werden?
Die bisher vorliegende Projektidee geht von folgenden Maßnahmenbausteinen aus:
- Externes Projektmanagement
- Workshops (3)
- Exkursionen (3)
- Aufbau einer Internetplattform
- Infoflyer
- Erstellung eines e-letters (digitaler Infobrief) zum Versand an die Kommunen
- Redaktionelle Beiträge für interne Medien, Fachzeitschriften, Presse, sonstige. Medien
- Projektpräsentationen (2)
- Sach- und Reisekosten.
Im Rahmen der Grundlagenworkshops (3) werden mit den beteiligten Partnern Stoffsammlungen zu den verwertbaren Projekten und Informationen erstellt sowie weitere Anforderungen, Zielgruppen und strukturelle und konzeptionelle Grundlagen erarbeitet. Im Rahmen von Exkursionen werden drei beispielhafte Projekte besucht und die Integration in das Informationssystem vor Ort geprüft.
Nach Konkretisierung der inhaltlichen und konzeptionellen Anforderungen erfolgen Abstimmungen mit den Dienstleistern zur Umsetzung der Internetplattform sowie der redaktionellen und Print-medialen Leistungen.
Weitere Schritte sind:
- Erstellung der Grundlagenversion der Internetplattform
- Einbindung weiterer Partner aus den Wettbewerbsregionen, z. B. über die Internetseite Bioenergie-Regionen, e-letter, Medienbeiträge, Veranstaltungen (Bürgermeister-Botschafter) und das Projektmanagement
- Ausbau der Plattform mit Beteiligung bundesweiter Partner, dabei Akquise und Kommunikation über e-letter, Medienbeiträge, Flyer und alle sonstigen möglichen Multiplikatoren-Kanäle
- Integration aller Projekte und Informationen und Erarbeitung weiterer Ideen zur Nutzung des Kommunalen Informationssystems (z.B. Exkursionsbuchungssystem, Referentenpool, Unternehmensempfehlungen, usw.).

