Wussten Sie, dass sich in Igensdorf der größte Umschlagplatz für Süßkirschen im EG-Raum befindet?
Der in der Marktgemeinde ansässige Obstgroßmarkt vereinigt die Produktion von 2000 Erzeugern aus einem der größten zusammenhängenden Süßkirschenanbaugebiete Deutschlands.
Der Obstanbau rund um Igensdorf hat eine lange Tradition: Ausgangspunkt war das Benediktinerkloster in Weißenohe, das bereits vor etwa 1000 Jahren die erste Ernte einfuhr. Diese Sitte wurde bis ins 20. Jahrhundert weitergetragen, als man begann, die Produktion gebündelt zu vermarkten. 1930 wurde dazu die „Obstgroßmarktvereinigung Igensdorf und Umgebung" gegründet. Diese Vereinigung wurde stetig erweitert und modernisiert, so dass die heutige „Absatz- und Verwertungs-Genossenschaft für Obst und Gartenbauerzeugnisse Igensdorf und Umgebung e. G" im Jahr 2010 eine neue Halle mit Sortier- und Verpackungsmaschinen in Betrieb nehmen konnte. In dieser Halle werden vor allem die Erzeugnisse aus dem Landkreis Forchheim verarbeitet: auf über 1400 Hektar werden hier witterungsbedingt jährlich bis zu vier Millionen Kilogramm Süßkirschen geerntet, was in etwa 15 Prozent der gesamtdeutschen Produktion entspricht. Neben der Obsterzeugung spielt auch die Verarbeitung der Früchte in Igensdorf eine große Rolle, so gibt es beispielsweise alleine über 20 Brennereien.
Die Marktgemeinde hat die herausragende Bedeutung des Obstanbaus längst erkannt: Im Gemeindewappen ist ein Ast mit zwei Kirschen dargestellt.
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