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Die Strategie und die Leitsätze

 

Strategie

Die übergeordnete Entwicklungsstrategie für das Wirtschaftsband A9 Fränkische Schweiz setzt sich aus drei Strategielinien zusammen:

1. Anpassung kommunaler Aufgaben an zukünftige Gegebenheiten

Begründung...

 

Im ländlichen Raum und auch im Gebiet des Wirtschaftsbandes A9 Fränkische Schweiz ist nicht nur die Bevölkerung großräumiger verteilt, so dass die Dichte geringer ist; auch die Gesamtzahl der Einwohner ist dort geringer, was zu höheren „Stückkosten" in der Daseinsvorsorge führt. Darüber hinaus enthält die demographische Struktur einen zunehmend großen Anteil sehr alter und sehr junger Menschen, die beiden Altersgruppen mit der größten Nachfrage an öffentlichen Dienstleistungen. Die Ziele sind

  • die Sicherung der wirtschaftliche Nachhaltigkeit der öffentlichen Daseinsvorsorge angesichts von Abwanderung und Bevölkerungsalterung,
  • die Verbesserung der Dienstleistungsqualität in Schlüsselsektoren wie Gesundheit und Bildung.

Notwendig sind v. a. innovative Lösungen in den Bereichen Bildung und Gesundheitsversorgung, aber auch bezüglich der Mobilität. Dabei können zwei Modelle unterschieden werden. Entweder die Mobilität der Bevölkerung wird deutlich verbessert, oder die Dienstleistungen werden als mobile Dienste angeboten und organisiert.

Eine größere Rolle sollten in diesem Bereich künftig öffentlich-private Partnerschaften (PPP) spielen.

 

2. Inwertsetzung von Landschaft und Kultur

Begründung...

 

Die Erfahrungen haben gezeigt, dass die wirtschaftliche Entwicklung ländlicher Regionen häufig durch eine effiziente Nutzung von natürlichen und kulturellen Attraktivitätsfaktoren vorangetrieben wird.

Attraktivitätsfaktoren wie Landschaften, Felsen, Höhlen, Flüsse tragen zur Anziehungskraft einer Region bei und stellen gleichzeitig das „Rohmaterial" verschiedener Formen wirtschaftlicher Aktivitäten dar, die von der Tourismusindustrie bis hin zu typischen Produkten und Lebensmittelspezialitäten reichen.

Auf diesem Sektor hat auch das Wirtschaftsband A9 Fränkische Schweiz eine Menge zu bieten. Regionale Spezialitäten, die es z. T. noch zu entwickeln gilt, und Energieressourcen, v. a. Holz, sind die eine Seite. Die andere ist aber grundsätzlich die attraktive, aber durch den Strukturwandel in der Landwirtschaft gefährdete Kulturlandschaft der Fränkischen Schweiz. Hier müssen die Attraktivitätswerte herausgestellt und erhalten werden und v. a. durch Erzeugung regionaler Lebensmittelspezialitäten und touristische Angebote stärker in Wert gesetzt werden. Gleiches gilt auch für die Vielzahl an hochwertigen Kulturgütern in der Region.

 

3. Innovation und Unternehmensentwicklung

Begründung...

 

Eine dritte Strategielinie setzt direkt in der Wirtschaft und deren Umfeld an. Hier sollen Innovationen auch auf dem Land stärker gefördert und die Betriebe durch mehr Kooperationen z. B. mit der Universität in Bayreuth unterstützt werden.

In jüngeren Studien wurde allerdings nicht nur die Bedeutung wissenschaftlicher Entdeckungen, sondern vielmehr die Rolle des Lernens innerhalb des Innovationsprozesses stärker hervorgehoben. Eine gute Infrastruktur für Bildung und Kompetenzentwicklung und der Aufbau von Netzwerkstrukturen werden die Betriebe in der Region entscheidend stärken. Auch das Anwerben oder Halten von „kreativen Köpfen“ in der Region kann Teil der Strategie sein. Impulse für innovative Projekte kommen in der Tat häufig von externen Akteuren.

Forschungsergebnisse zeigen, dass Vertreter zahlreicher Berufe, die man als kreative Köpfe bezeichnen könnte (Architekten, Künstler, Ingenieure, Softwareentwickler, Designer usw.), immer stärker geneigt sind, sich an Orten niederzulassen, die eine bessere Lebensqualität bieten. Hier kann wieder am zweiten strategischen Standbein „Inwertsetzung der Landschaft und Kultur“ angesetzt werden. Im Untersuchungsgebiet bestehen durch die attraktive Landschaft der Fränkischen Schweiz und die gleichzeitige Nähe zum Ballungsraum Nürnberg oder der Stadt Bayreuth für diesen Aspekt sehr gute Voraussetzungen.

 

 

Leitsätze

Aus der Entwicklungsstrategie ergeben sich folgende generelle Leitsätze für das Wirtschaftsband A9 Fränkische Schweiz:

  • Als Kommunen sehen wir eine unserer Zukunftsaufgaben darin, den Herausforderungen des demografischen Wandels durch die Anpassung der kommunalen Aufgaben aktiv zu begegnen.
  • Wir setzen bewusst die Potenziale unserer Region (vielfältige, einzigartige Kulturlandschaft, engagierte, verwurzelte und motivierte Bevölkerung, Lage in der Metropolregion) zur Entwicklung der Region ein.
  • Wir schaffen ein Innovationsklima und Synergieeffekte für unsere Betriebe durch Qualifizierung, Netzwerkbildung, Kooperationen mit Hochschulen und Organisationen. Innovation bedeutet für uns auch soziale Innovation.
  • Die Kooperation als Wirtschaftsband A9 Fränkische Schweiz ist die Basis für die gemeinsame Umsetzung von Projekten und ermöglicht uns einen zielgerichteten Einsatz von Fördermitteln für alle.

Die beteiligten Kommunen stellen hier klar den Willen zur Zusammenarbeit und zur Bildung eines organisatorischen Zusammenschlusses heraus.


Die Umsetzung der drei beschriebenen Strategielinien erfolgt in fünf Handlungsfeldern.

 
Gemeinde Ahorntal Stadt Betzenstein Stadt Creußen Markt Egloffstein Gemeinde Gesees Markt Gößweinstein Stadt Gräfenberg Gemeinde Haag Markt Hiltpoltstein Gemeinde Hummeltal Markt Igensdorf Gemeinde Obertrubach Stadt Pegnitz Markt Plech Stadt Pottenstein Gemeinde Prebitz Markt Schnabelwaid Gemeinde Weißenohe